Dorfkirche St. Michael Mücheln

Seit 2017 Straße der Romanik

Dorfkirche St. Michael Mücheln

von Marion Schmidt

Baugeschichte und Architektur

Die Dorfkirche St. Michael in St. Micheln, einem Ortsteil von Mücheln im Geiseltal, liegt auf einer kleinen Anhöhe am Friedhof. Der stattliche Bruchsteinbau geht auf Bischof Otto von Bamberg aus dem Stift St. Michael zurück, der 1128 die Gründung veranlasst haben soll. Dem Kirchenschiff schließt sich gen Osten der schmalere und wenig niedrigere Rechteckchor an. Dessen Ostwand bewahrt zwei Rundbogenfenster mit tiefen Laibungen sowie ein mittig darüber angeordnetes Rundfenster. In Richtung Westen erhebt sich dagegen in gleicher Breite des Schiffs der querrechteckige, fensterlose Westturm. Lediglich im Glockengeschoss lassen dreiteilige Schallarkaden (je eine nach Süd und Nord und jeweils zwei nach Ost und West) den Klang der Glocke von 1481 hinaus. An der Südwestecke befindet sich in Augenhöhe ein Pferderelief nebst Schriftzug. Dieses und das vierspeichige Radkreuz im Ostgiebel des Chores lassen auf diesem Flecken eine vorchristliche Kultstätte vermuten.


Pferderelief von St. Michael in Mücheln

In die Kirche hinein führt eine rundbogige Pforte an der Schiffsüdseite. Flache Putzdecken in Schiff und Chor unterstreichen die insgesamt schlichte Gestaltung. Einfache Kämpfer und Sockel gliedern den Triumphbogen. Die achteckige Renaissancetaufe stammt aus der Kirche Möckerling, eine aufgestellte alte Tür aus der Kirche Zorbau. Beide Gotteshäuser fielen dem Braunkohleabbau zum Opfer.


Coverbild des Kunstreiseführers Auf der Straße der Romanik leicht nach hinten gestellt

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Im Buch finden Sie auf 272 Seiten die ausführlichen Beschreibungen zu den Bauwerken entlang der Straße der Romanik. Über 150 Farbfotos illustrieren die Texte. Außerdem enthält der Reiseführer detaillierte Straßenkarten, die gezielt zu den Romanik-Orten in Sachsen-Anhalt führen, sowie Grundrisse mit Nummerierung und Beschriftung, um die Orientierung in den Objekten der Straße der Romanik zu erleichtern.

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Schmidt-Buch-Verlag | Über Uns

Der Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode ist ein typisches "Nachwende-Kind". Er wurde am 1. Juni 1990 durch das Journalisten-Ehepaar Marion und Thorsten Schmidt gegründet und seither von Ihnen als Familienbetrieb geführt. Das Programm zeichnete sich schon sehr früh durch eine klare Struktur aus: In dem unabhängigen Harzer Verlagshaus erscheinen Stadt-, Reise- und Wanderführer sowie touristische Sachbücher für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für die Region Harz wurden mehrere Bild-Text-Bände ediert. Außerdem vervollständigt ein umfangreiches kartografisches Programm für den Harz mit Wanderkarten, Fahrradkarten und Freizeitkarten das Verlagsangebot.
Für unsere Bücher beschäftigen wir engagierte und kompetente Autoren, die sich vor Ort auskennen und ihre Reiseführer regelmäßig aktualisieren. Die professionellen Fotos fertigen wir selbst. So ist jedes Buch made vor Ort. Für Sie.

Schmidt-Buch-Verlag | Straße der Romanik

Noch bevor das große Tourismus-Projekt "Straße der Romanik" eröffnet war, arbeitete der Schmidt-Buch-Verlag an einem Kunstreiseführer zu diesem Thema und erhielt im Zuge einer bundesweiten Ausschreibung durch das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts das Prädikat "Offizieller Kunstreiseführer" verliehen. Am 7. Mai 1993, dem Tag der Eröffnung der Straße der Romanik, lag das Werk dann vor.
Bis heute haben wir das Buch, das seit langem als Standardwerk zur Straße der Romanik gilt, mehrfach überarbeitet und aktualisiert. Darüberhinaus unterstützen wir das gesamte Projekt auf mannigfaltige Weise. So erschien im Schmidt-Buch-Verlag bereits 1994 ein von uns initiierter Ergänzungsband "Links und rechts der Straße der Romanik" sowie eine geschichtliche Einführung. Über zehn Jahre gaben wir den Bildkalender "Die Straße der Romanik" heraus. Für dieses Engagement erhielt der Schmidt-Buch-Verlag 1999 den Romanik-Preis. Auch die aktuelle 11. Auflage entstand wieder mit viel Herzblut made vor Ort. Für Sie.